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Aberglaube - nichtbelegbarer Mythos oder selbsterfüllende Prophezeiung?

Wahrscheinlich ein schon hundertmal durchgekautes Thema (eventuell sogar auf diesem Blog schon desöfteren), aber es kommt mir eben immer wieder unter die Nägel...
Also, denkt ihr, dass Aberglaube eine selbsterfüllende Prophezeiung ist, da der Mensch z.B. eine schwarze Katze sieht und sich nun vom Pech verfolgt fühlt, insofern er abergläubisch ist oder denkt ihr, dass an manchen dieser Floskeln sehr wohl etwas dran sein kann? Hat am Ende sogar jemand, der überhaupt nicht abergläubisch ist, schon einmal eine Pechsträhne nach einem mysteriösen Erlebnis gehabt?

Und am Schluss eine Bitte an all die, die das Thema interessiert, doch ein paar Statements an dieser Stelle zu hinterlassen.
27.11.06 22:39
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


mjb / Website (1.12.06 18:18)
Grundsätzlich würde ich sagen dass man differenzieren muss zwischen dem Klischeeaberglaube und wirklich mysteriösen Dingen.
Katzen laufen einem viele über dem Weg und es mag sein dass es einige Male eine besondere Bedeutung hat, aber ich denke meistens ist es einfach nur eine Katze, die frei wie wir einfach irgendwo langläuft.
Genauso mit Leitern und ähnlichem, meiner Meinung nach Ammenmärchen, die möglicherweise irgendwann einen wahren Kern hatten, der aber inzwischen durch die vielen Male die es verfälscht weitergegeben wurde total verloren ist.

Interessant finde ich da eher Zufälle, die zeitlich passend sind, wie z.B. dass eben in dem Moment als ich "Und am Schluss eine Bitte an all die, die das Thema interessiert, doch ein paar Statements an dieser Stelle zu hinterlassen." laß, meine Boxen einmal laut knacken, als ob sie hervorheben wollten dass ich etwas schreiben solle.
Andererseits kann es auch gut sein dass diese beiden Ereignisse, gleichwohl sie absolut zeitgleich stattfanden, überhaupt nichts miteinander zu tun haben.

Ich glaube nicht daran dass die üblichen Floskeln eine tiefere Bedeutung tragen. Ich denke das viele Ereignisse sowohl gläubig als auch abergläubig betrachtet werden und natürlich auch völlig ignoriert werden können.
Jeder Mensch findet durch ausprobieren eine Lebensweise mit der er zufrieden ist und das Gefühl hat nahe an der Realität zu leben. (was auch immer Realität eigentlich ist)
Wenn jemand von Herzen aus sagen kann "ich weiss, was es für mich bedeutet wenn eine Katze von links meinen Weg kreuzt", dann ist es für ihn richtig. Man sollte es dann aber wohl eher Glaube als Aberglaube nennen.


mjb / Website (1.12.06 18:18)
Ich für meinen Teil glaube daran, dass Gott und alle Seelen (wobei ich für mich keine genauere Vorstellung davon habe was Gott ist) in dieser Welt verwoben sind und diese Welt mehr umfasst als wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Folglich ist es nur natürlich, dass mysteriöse Dinge geschehen.
Falsch ist es allerdings die eigene Kraft dabei zu unterschätzen oder zu denken Schicksal würde bedeuten "wenn ich pech habe muss ich pech haben".
Wer kennt sich wirklich selbst und weiss wie tief es geht? Vielleicht ist man ja selbst die Ursache des Mysteriösen. (-> Der Teil des Menschens der eisbergartig unterhalb der Oberfläche existiert und sich ein bisschen "verselbstständigt"?)


Jaspernine / Website (1.12.06 18:20)
Aber ist es dann nicht schon wieder eine Art "selbsterfüllende Prophezeiung", wenn man annimt selbst die Ursache des Mysteriösen zu sein?!


Heihachi / Website (4.12.06 11:34)
Wir können das heute schon so annehmen, dass der Aberglaube eine selbsterfüllende Prophezeiung ist, aber ich denke im Mittelalter wurde das anders gesehen, evtl. ähnlich, aber unter einem anderen Licht, einem dunkleren Licht. Ich meine die Menschen von damals haben die Katze besonders schwarze Version davon oft im Zusammenhang mit Hexen genannt, was uns über die Jahrhunderte geprägt hatte. Was ich jetzt mir dunkler meine ist, dass einfach rauher zuging im Mittelalter, Hexenverfolgung, Inquistion, Exorzismus und der ganze Unsinn. Klar ist es heute eine selbsterfüllende Prophezeiung, wenn jmd. eine schwarze Katze sieht und plötzlich den ganzen Tag von Pech verfolgt wird, selbst Pech ist Aberglaube oder warum passieren am Freitag den 13. so viele Verkehrsunfälle jedes Jahr. Da liegt was in der Luft. Wir haben wohl dem Tag zu viel Symbolik über die Jahrhunderte gegeben, was wir heute ausbaden müssen ^_^. Ich glaube Aberglaube heißt es nur weil die Kirche es nciht als Glaube anssieht, mal so am Rande bemerkt.


Jaspernine / Website (4.12.06 11:35)
Das es "Aber"glaube heißt, weil die Kirche es nicht als Glaube ansieht, dass hab ich mir schon fast gedacht.;-)

Ich bin ebenso Andy's Meinung. Über Jahrhunderte hinweg wurde dem sogenannten "Aberglauben" eindeutig zuviel Bedeutung zugeschrieben, sodass es immernoch Mitmenschen gibt, die an so etwas "glauben".
Durch die - aus Begegnungen mit schwarzen Katzen resultierende - ängstliche oder erschütterte Einstellung, passiert einem auch den ganzen Tag nur ein Ungeschick nach dem anderen, insofern man denn daran glaubt.

Gibt es eventuell jemanden, der eine andere Meinung dazu hat oder andere Sichtweisen?
Keine Angst vor dem Kommentieren..:-)

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