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Viele kleine Schritte...

"Das philosophische Denken hat auch nicht den Charakter eines Fortschrittprozesses. Wir sind gewiss weiter als Hippokrates, wir sind aber kaum weiter als Platon." - Karl Jaspers

Ich bin nicht sonderlich überrascht, aber doch sehr erfreut.
Überrascht bin ich deswegen nicht, da wir schon oft in Ethik angeschnitten haben, dass die heutigen Philosophen teilweise noch nicht viel weiter sind, als die damaligen.
Erfreut bin ich daher, denn diese Tatsache beruhigt, wenn man sich überlegt, in welchem Gedanken-Spektrum man sich selbst bewegt und was man doch so alles an Literatur findet und bedenkt, dass man es noch lesen will.
Es klingt also nicht sonderlich verwunderlich, dass wir kaum viel weiter sind. Nicht nur, weil wir noch soviel an Literatur, sondern auch, weil wir soviel an eigenem Gedankengut aufzuholen haben.
Und das ist wesentlich zeitaufwendiger, als all das zu lesen. Aber zwischen bloßem Lesen und wirklichem Begreifen und dem absoluten Verinnerlichen - da ist dann auch wiederum ein Unterschied.
Ach herje...
5.9.06 06:53


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Unberechtigter Besitzanspruch

"Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen »Dies gehört mir« und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: »Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört«." - Discours von Jean-Jacques Rousseau
Irgendwelche Kommentare?!
11.9.06 03:37


Scham in Bezug auf Unangenehmes und Aufklärung

"Die Scham existiert überall, wo es ein »Mysterium« gibt." - I, Aph. 100 Nietzsche
Und was liegt da näher, als Scham "beseite zu schaffen", bzw. aufzuheben? Die Aufklärung über das jeweilige Mysterium ist hier wohl am sinnvollsten. Das beseitigt einerseits die unangenehme Scham der Menschen und erleuchtet den Menschen zugleich. Was will man also mehr?
[...]
Tja, so denkt man wohl heutzutage. Und das fast ausschließlich.
Aber das man neben der goldenen Seite der Aufklärung auch die Kehrseite nicht übersehen sollte, sei an dieser Stelle betont.
Was für Nachteile die Aufklärung haben kann?
So einige. Und nicht unbedingt wenige. Aber interessant ist nicht die Anzahl der Nachteile, sondern wie ein ganz bestimmter Nachteil sich auswirkt. Und das nicht gerade kleinschrittig, sondern viel eher flächendeckend und selbst von den Wissenschaftlern scheinbar oft übersehen, bzw. ignoriert.
Welchen Nachteil ich konkret meine?
Den, das die Aufklärung blind machen kann. Der stete Blick nach vorne, der Blick für das Neue, für die Zukunft macht "schwersehig" in die Vergangenheit. Es scheint immer mehr, als würde die Vergangenheit verblassen. Dadurch vergessen wir allzu oft, weswegen wir in der Zukunft dies oder jenes anders gemacht haben. Und das sollten wir gerade nicht.
Ein Beispiel hierfür sind die Jugendlichen, die heutzutage rechtsradikal sind, und Äußerungen von sich geben, die den Äußerungen, welche im dritten Reich gefallen sind, in Nichts nachstehen.
Aber wie kommt es dazu?
Wie kann es überhaupt noch einen Menschen in Deutschland geben, der die Geschichte unseres Landes kennt, und sich deutlich abwertend zu Imigranten äußert oder sogar gegen diese handelt?
Die damalige Änderung war die Übernahme Deutschlands durch die Aliierten.
Aber die Veränderung wurde herbeigeführt.
Und darüber hinaus scheint man vergessen zu haben, weswegen diese Änderung vorgenommen wurde...
Anders kann man sich kaum erklären, wie es immernoch Menschen gibt, die ihre Unmut und ihre Verzweiflung in der Tatsache sehen, dass es ausländische Mitbürger gibt, die ihnen angeblich ihre Arbeitsstelle "wegklauen". Liegt es denn nicht eher an unseren zu hohen Ansprüchen, in unserer Selbstgefälligkeit auch für weniger zu arbeiten?
Um aber erstmal auf den Punkt zurückzukommen:
Aufklärung war notwendig, um Scham zu komprimieren. Darüber hinaus hat man den Grund für die notwendige Aufklärung vergessen. Und nun ist man wieder kurz davor, sich auf das Neue schämen zu müssen...
11.9.06 03:56


Stupidedia

Also man kennt ja doch so einiges im Internet, aber das kannte ich noch nicht:
Stupidedia
Es ist ja schon eine geschickte Geschäftsidee die Online-Enzyklopädie Wikipedia so auf die Schippe zu nehmen und es gibt sicherlich auch einiges zum Schmunzeln, jedoch muss man anfügen, dass es im Grunde genommen keineswegs zum Lachen ist, wenn man bedenkt, dass es mehr als nur ein paar Menschen gibt, die dem Lachen auf solchen Seiten kein Ende setzen.
Mitmenschen, die fast nur solche Seiten besuchen und sich nicht satt sehen können an Spaß und Belustigung egal in welcher Form. Oft nimmt die Belustigung ein entsetzliches Ausmaß, vor allem, wenn Menschen nicht mehr über das nachdenken, worüber sie lachen. Grenzen scheinen zu schwinden...
Gibt es überhaupt noch Grenzen und wenn ja, wo liegen diese denn?
Mal ganz abgesehen davon, dass diese Grenzen jeder für sich selbst zieht:
Wo liegen diese Grenzen in der Gesellschaft - wo setzt die Masse die Grenzen?
13.9.06 02:50


Lesenswert

DIE NEUE ORDNUNG wurde von Laurentius Siemer OP und Eberhard Welty OP begründet. Das Heft wird vom Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg e.V. herausgegeben.
Enthält unter anderem folgenden interessanten Artikel:
Was Wunder
17.9.06 17:26


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