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Ungeduld

"Die Ungeduld verlangt das Unmögliche, nämlich die Erreichung des Ziels ohne die Mittel." - Phänomenalogie des Geistes von Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Fast jeder Mensch ist schon mindestens einmal in seinem Leben ungeduldig gewesen. Die Gründe hierfür sind viele: Vorfreude, schlechtes Gewissen oder Angst, aber diese Gründe möge ein jeder bei sich selbst näher erörtern.
Nun fragt man sich doch aber sicherlich, warum diese Ungeduld überhaupt in uns aufkommt? Kann es denn sein, dass es mit Unerfahrenheit zusammenhängt? Oder ist es einfach die Verlockung des Moments, sich dem Gefühl hinzugeben und sich nicht mehr seines Verstandes bewusst sein zu müssen?
17.8.06 00:08


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Hoffnung

"Auf dem Weg zum Krankenbett eines Menschen hoffen wir noch.
Wenn wir an seinem Bett sitzen und seine Hand halten, hoffen wir auch noch.
Selbst wenn die Ärzte seinen Zustand bemängeln, verlässt uns die Hoffnung nicht.
Wenn er wiederbelebt wird, beginnen wir zu bangen - die Hoffnung entfernt sich von uns.
Vor seinem Grab ist jegliche Hoffnung gestorben."

Der Schmerz rückt nun endgültig in den Vordergrund. Die unterdrückte Angst, die berechtigten Zweifel und die innige Liebe scheinen einem das Herz zu zerreißen.
Warum hofft der Mensch, wenn er genau weiß, dass Hoffnung es ist, die unsere Angst, unseren Zweifel und unsere Sehnsucht nur zu überbrücken versucht? Warum ist Hoffnung als "Schutz-Mechanismus" nur ein veraltetes Ventil für all das, was ein Mensch in bestimmten Momenten oder Situationen nicht zu wagen denkt?
Hoffnung ist im Grunde genommen nur noch nicht überholter Selbstbetrug.
Man sollte Hoffnung abschaffen und durch was Neues ersetzen.
18.8.06 02:22


Der Betrug der Kirche und der Missbrauch des Glaubens

Wenn man sich schonmal mit der Bibel und deren Inhalt auseinandergesetzt hat sowie dem Zusammenhang zwischen Kirche und Bibeltext, so ist einem sicherlich schon einmal aufgefallen, dass Kirche und Bibel sich desöfteren widersprechen.
Nicht umsonst sollte man sofort in Misstrauen verfallen, wenn man bedenkt, was zu Zeiten Luthers geschah:
Ablasszettel, die der Bürger sich in früheren Zeiten kaufen konnte, um eine gewisse Sündenvergebung zu gewährleisten, war nur einer der vielen Schwindel der - in diesem Fall katholischen - Kirche.
Mit der Zeit und der mit ihr kommenden Aufklärung musste sich die Kirche diesbezüglich nun etwas einfallen lassen und so kam es, das nach und nach stets neue Anpassungen bezüglich Bibelwerk und kirchlichen Vorgaben gemacht werden mussten.
Anhand dieser Anpassungen sollte einem jedem doch bewusst werden, dass Kirchen wirklich nur reine Institutionen sind, in die Gelder fließen, die aber die Bibel und deren Aussagen für sich legt, wie es ihnen je nach Situation notwendig erscheint.
Das die Kirche sich jedoch bis in das heutige Jahrhundert so gut halten konnte, ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie sie die Situation deren Menschen, die verzweifelt und hilflos sind, ausnutzt.
Schließlich ist es im Grunde genommen nichts anderes, als dass sie Zweiflern, Hoffnungslosen und Traurigen mit dem Glanz der "Erlösung" ein Leben mit von der Kirche vorgegebenen Regeln anbietet.
Aber sollte ein Mensch sich nicht in dieser Situation befinden, sollte es Menschen geben, die Momente hatten oder haben, in denen sie frei von Zweifel und Hilflosigkeit sind, sollten diese dann nicht realisieren, dass die Kirche lediglich die unzufriedene, betrübte und schwermütige Masse zu sich zieht?
Ich kann und will wohl nicht begreifen, wie soetwas wie die mit dem Staat und der Wirtschaft kooperierende Kirche stets noch lebt; stets weiterhin ohne schlechtes Gewissen Leuten ihre eigens angefertigte Moral ins Ohr flüstert, während diese sich in einem Zustand der Hilflosigkeit befinden...
Es erweckt schließlich doch den Eindruck, dass die Kirche den Glauben der Menschen nur missbraucht.
Kommen wir mal zurück auf die Ablasszettel. Dies war nur ein Beispiel für den Missbrauch des Glaubens von der Kirche ausgehend. Aber es gibt weitaus mehr, als nur dieses eine Beispiel, bei dem die Kirche dem Mensch glauben machte, er könne sich von seinen Sünden "freikaufen". Als die Aufklärung immer mehr foranschritt, fielen diese Schwindel allmählich beiseite und die Kirche fing an, bessere Konzepte zu entwickeln. Auch in der heutigen Zeit liegt sie damit scheinbar immernoch auf der Wellenlänge der Masse.
Aber um dem Ganzen wohl das deutlichste Beispiel zu geben:
Weiter südlich unseres Kontinents liegen zwei Länder, die noch jetzt und schon seit einer halben Ewigkeit im Streit miteinander liegen. Dieser Streit wurde und wird immernoch mit Kriegen ausgeführt.
Doch welches Wort in der Bibel, bzw. im Koran, der heiligen Schrift, wie auch immer man es nennen mag, unterstützt denn bitteschön Kriege?
Ist es denn nicht so, dass dort eher steht "Liebe deinen Nächsten" und "Du sollst nicht töten". Aber die Anzahl der dort Gefallenen ist nicht nur bedenklich, sondern erschreckend, wenn man in Betracht zieht, dass all dies angeblich für den Glauben geschehen soll...
Zudem kommt noch, dass die Spaltung des Glaubens in einzelne Konfessionen die Geschichte mit der Kirche als Institution noch offensichtlicher werden lässt. So kann man doch schlecht in eine bestimmte Konfession eintreten, die vorgibt, die einzig Wahre zu sein, wenn es erstens noch zig andere Konfessionen gibt, die sich auf den gleichen Gott berufen, und zweitens, wenn sich diese zig Konfessionen gegenseitig versuchen auszustechen.
Der einzigen Konfession, der ich beitreten würde, wäre die, die nicht behaupten würde, die einzig Wahre zu sein und sich lediglich auf das Wort der Bibel als das Deutlichste beruft. Keine eigenen Auslegungen, keine eigenen Extra-Regeln, keine Bildnisse, keine Kriege gegen andere Konfessionen und keine "Wenn du dem Fegefeuer entgehen willst, dann musst du zahlen"-Satzkonstruktionen, die bei weitem nicht so in der Bibel stehen.
Beten kann man auch zu Hause. Gott lebt nicht ausschließlich in der Kirche. Das er in der Bibel im Tempel war, ist nicht so zu verstehen, dass man für die heutigen "Tempel" Geld bezahlt, um dann von Pfarrern oder Pastoren falsche Auslegungen und erpresserische Regeln anzuhören.
Die Kirche wirbt für das Miteinander und das Füreinander. Doch sie tritt schon gegeneinander (Konfessionen) auf und müsste schon längst mindestens 1.000 Jahre in der Hölle schmoren dafür, dass sie das "Füreinander" so arrangiert, wie sie es sich so denkt, anstatt es den Menschen so zu sagen, wie es in der Bibel wörtlich steht.
Und am Ende können sich die meisten Menschen von uns heutzutage glücklich schätzen lesen zu können, denn dann ist eine Kirche bei weitem nicht mehr notwendig.
Das einzige, was den meisten Menschen zu fehlen scheint, obwohl sie lesen können, ist wohl "richtig hinzuhören".
30.8.06 00:30





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