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Mehr oder weniger...

Unvorhergesehenes

"Das Leben besteht hauptsächlich darin, daß man mit dem Unvorhergesehenen fertig werden muß."

John Steinbeck (1902-68), amerik. Schriftsteller

Je nachdem, wie sehr eine aufkommende Situation einer anderen ähnelt, haben wir keine Schwierigkeiten auf eben diese Situation zu reagieren, weil sie uns mehr oder weniger bekannt vorkommt.
Aber im Prinzip machen wir jede Erfahrung neu, weil jede Situation anders ist. Manche Situationen sind ähnlicher, wie oben beschrieben, und manche sind uns vollkommen fremd.
Und wenn man sich in einer solchen letzt genannten Situation befindet, kann man versuchen mit einem kühlen Kopf und einer guten Intuition das Beste daraus zu machen.
Aber was, wenn einem nicht nur die Situation fremd ist und man nun dem Neuen gegenübersteht, sondern wenn es noch zusätzlich eine unbehagliche neue Situation ist? Eine zwar nicht unangenehme, aber eben unbehagliche? Das schafft doppelt Verwirrung und ermöglicht es weniger denn je einen klaren Kopf zu bewahren und auf seine Intuition zu hören.
Sind wir also unser Leben lang Naive gefangen in unserem jeweiligen Erfahrungshorizont?! Scheinbar. Wenn auch manchmal mehr und manchmal weniger.

Meinungen hierzu?
8.2.08 03:42


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Die Welt nur, was der Fall ist...

So oft können Mitmenschen nicht verstehen, nicht nachvollziehen oder nachempfinden, wie es einem ergangen ist.
Das ist gerade dann der Fall, wenn sie selbst noch nicht erlebt haben, was einem passiert ist.
Warum kann oder will der Mensch immer erst dann begreifen und verstehen, wenn er es selbst erlebt hat? Wieso ist der Mensch nicht in der Lage weiter vorrauszudenken?
Hier kommt wohl wiedermal die bekannte Aussage: "Der Mensch als Tier." zum Vorschein.
Denken kommt erst dann in Frage, wenn es ihn selbst betrifft, denn:
"Die Welt ist alles, was der Fall ist." Ludwig Wittgenstein
Über den Tellerrand hinausschauen wäre doch eine feine Sache.
Doch ohne stärkende Eigeninitative ist es nicht möglich.

Kommentare?!
24.3.07 14:56


Wissen und was man daraus macht...

"Vielwisserei lehrt nicht Verstand haben." Herakleitos von Ephesos

Dies ist zwar eine altbekannte Aussage, aber dennoch beschäftigt sie mich immernoch.
So dachte ich bis vor kurzem wiedermal, ich hätte einiges an Wissen in der Schule verpasst, da ich entweder nicht geistig oder nicht körperlich anwesend war und das dies von Nachteil sein müsse. Natürlich hab' ich auch hin und wieder gelernt oder Stoff nachgeholt, aber alles, was ich im Unterricht hatte, weiß ich auch nicht mehr...
Dadurch kommt es, dass ich nun versuche nachzuholen und in Zukunft bei meinem Studium von Anfang an mit dem Lernen bei der Sache zu bleiben.

Nun, das führt uns aber nicht zum springenden Punkt.
Und dieser ist, dass dieser Spruch mich immer wieder sehr beruhigt, da ich trotz des ausschließlich notwendigen Lernens bisher immer ganz gut durchkam. Das heißt, an Verstand kann es mir wohl nicht unbedingt mangeln. Das ist jetzt nicht eingebildet oder arrogant zu verstehen, nur ist es einfach für mich selbst sehr beruhigend, wenn ich mir vor Augen halte, dass z.B. das Wissen über Erste Hilfe noch lange keinen Sanitäter macht, usw. Wenn man jedoch Erste Hilfe leisten kann, wenn jemand in Not ist, heißt das, das es nicht unbedingt schlimm ist, wenn man nicht alles gelernt hat, solange man in der Situation gescheit reagieren konnte.

Was meint ihr?!
21.12.06 00:17


Ideal

"Toleranz

= Ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal."

Friedrich Nietzsche

Den Ausdruck "Ideal" scheint Nietzsche hier im Sinne von "perfekt durchdachtem Dasein" zu benutzen, wofür es in der Übersetzung auch steht: Ideal
Doch bin ich der Meinung, dass ideale Moral oder ein ideales Dasein zeitlich begrenzte Werte sind, die sich je nach Erweiterung des eigenen Horizonts, ebenso verändern.
In meinen Augen ist das eigene Ideal also der gegenwärtige Zustand des Geistes. Wäre dieser so ideal, dass man nichts mehr hinzu zu lernen hätte, dann wäre das Leben wohl nicht mehr lebenswert.
Den Ausdruck "Misstrauen" empfinde ich persönlich als etwas "missglückt", da Toleranz in meinen Augen nur für eine Art "Offenhalten" steht, da man weiß, bzw. hofft, dass man noch nicht am Ende seiner Weisheit ist.
Zum Beispiel misstraue ich mir nicht oder meinen Ansichten. Ich bin mir nur dessen bewusst, dass es dort immernoch mehr als das meinige geben kann und ich halte mich deswegen offen für die Dinge. Aber deswegen verrate ich mich ja nicht selbst an mir oder misstraue mir. Misstrauen steht für mich eher in einer "negativen" Verbindung, als in einer "positiven".

Wie ist das bei euch? Denkt ihr anders darüber?!
8.12.06 00:37


Überheblichkeit...

"Das absolute Wissen führt zum Pessimismus: die Kunst ist das Heilmittel dagegen." Friedrich Nietzsche

So manches Mal denke ich wirklich, dass Nietzsche mehr als einmal einen Höhenflug hatte...
Ich will nicht vorab urteilen noch verurteilen, aber diese Aussage involviert für mich eine gewisse Sicherheit darin, dass er das ultimative Wissen hatte.
Ich meine, wie kann er 1. sagen, dass das absolute Wissen zu Pessimismus führt, wenn er das noch nicht gehabt hätte, und 2. noch hinzufügen, Kunst sei das Heilmittel dagegen?!

Sind hier vielleicht noch ein paar weitere Querdenker?!
8.12.06 00:25


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